Der Guttenberg

 

Steinformation am Guttenberg

Höchster Punkt: 855 Meter Seehöhe

Lage: Westlich von Kleinnondorf

Aussicht: Oberes Kamptal bis Weitra, Ötscher, Schneeberg, Rax

 

 

Aussicht vom Guttenberg Eine Sehenswürdigkeit in dreifacher Hinsicht ist der Guttenberg. Die höchste Erhebung in der Marktgemeinde Grafenschlag. Auf einem steil ansteigenden Hügel befinden sich die für den Granit typischen Schalensteine in besonders auffälliger Ausformung. Der Guttenberg war einst Standort eines kleinen Wehrbaues und schließlich rankt sich eine Mehrzahl von Sagen um dieses Gebiet, welches daher auch als mythische Stätte anzusprechen ist.

 

Der Guttenberg liegt in der Katestralgemeinde Wielands.

Immer wieder wird die hervorragende Fernsicht vom Guttenberg, dessen Westhang mit Wäldern bedeckt ist, besonders hervorgehoben. Von hier sieht man über das gesamte Waldviertel, bei reiner Luft reicht der Blick bis Ötscher, Schneeberg und Rax.

 

 

Granitblöcke geben dem Gipfel sein Gepräge. In diesen befinden sich auch gut sichtbar einige durch Verwitterung entstandene Schalen. Eindrucksvoll ist auch ein geschichteter massiver Granitblock knapp unterhalb des Gipfels, der wie eine Klause anmutet.

Bereits in Reisebeschreibungen der Biedermeierzeit wird darauf hingewiesen, dass von der Burg keine Baureste mehr erhalten sind.

1160 wird der Name schon erwähnt, der gute Berg‘ ist wohl so zu deuten, dass er gut als Aussichtspunkt, als “Wachtberg“ im Netz der Waldviertel Feuerzeichenstationen, anzusehen ist.

1255 ist dann bereits vom ‘castrum“. also der Burg, die Rede. Lehensritter der Kuenringer saßen auf dieser kleinen Bergfestung. welche dann zum Gebiet der Herrschaft Weitra kam.

 

 

Die Burg scheint schon im Mittelalter verfallen zu sein.

1465 ist von der Errichtung eines Tabors, einer Befestigung im Bruderkrieg zwischen den Habsburgern Friedrich und Albrecht, zu lesen und 1581 wird nochmals das “öde Schloss“ genannt.

Man kann annehmen, dass sich die Burg auf dem Gipfel des Guttenbergs befunden haben mag. Reste von Gebäuden gibt es keine mehr. Bloß wenn man zum Guttenberg hinaufgeht, merkt man an der unterschiedlichen Vegetation, dass man den ehemaligen Burggraben übersetzt hat.

 

 

Ausflugsziel Gutenberg

Für die mystische Bedeutung sind die Granitschalen wichtig. Diese befinden sich etwas unterhalb des Gipfels. In ihnen, die als Abdruck der Teufelsfinger und Teufelshufe gedeutet werden, hält sich stets Wasser, das in der Walpurgisnacht (zum 1. Mai) und zur Sommersonnenwende von den Hexen zur Bereitung ihrer Tränke und Suppen verwendet wird.

Ein Hirt wurde einmal Zeuge eines Treffens der Hexen, durfte an ihrem Treiben teilnehmen. die mitgenommenen Speisen wurden ihm aber zu Unrat und er selbst verstarb bald darauf.

Eine andere Sage berichtet von einer Frauengestalt, die auf Erlösung wartet. Bislang vergeblich, aber vielleicht begegnet sie einem Besucher unserer Zeit, der müsste dann nur den Rosenkranz nehmen und vom Berggipfel in die Wälder werfen, dann wäre das Erlösungswerk vollendet.

 

 

Myten und Sagen rund um den Gutenberg

 

Das Geister- oder das Opferbründl , Die mißglückte Erlösung beim Guttenberg , Die wilde Jagd bei der Teufelskirche , Von Geistern und Hexen , Wie man arme Seelen erlösen kann